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Editorial

Volker Glaser,
Chefredakteur

Der Anfang vom Ende bei Oddo-BHF?

Die Übernahme der traditionsreichen, aber strukturell als Dauersanierungsfall zu bezeichnende BHF-Bank durch die französische Oddo-Gruppe um dessen Frontmann Philippe Oddo ist eine der spannendsten Banken-Transaktionen der vergangenen Jahre. Da spielt die zuvor von Oddo übernommene Seydler Bank nur eine kleine Rolle. Doch für den Markt mit Unternehmen ab der Indexkategorie MDAX und darunter bis hin zu kleinkapitalisierten Werten ist Seydler eine Macht. Gewesen? Ja, gewesen, denn durch die Übernahme von Oddo hat sich das Profil des Hauses verändert. Wo in den Vorjahren Transaktionsgeschwindigkeit und -sicherheit Garanten des Erfolgs waren, rühren nun Konzernstrukturen und die französische Sicht der Dinge einen mehligen Brei an, der das Geschäft erschwert. Freuen tut es die Mitbewerber, wie etwa das Investmentstübchen Equinet, die in der Vergangenheit gar über den Regulator den Versuch unternahmen, den unternehmerischen Erfolg von Seydler und deren führende Marktstellung anzugreifen. Ohne Erfolg. Doch wie überall nagt die Zeit als Sägezahn am Thron des Führenden, so auch an Seydler, die nun ein Anhängsel der Oddo-BHF-Gruppe sind und prompt im Kerngeschäft - der Emission von Aktien - gerade auch noch gegen die Equinet Bank einen Deal verloren haben. Es ging um die 10 % Kapitalerhöhung der Gesco AG, eine grundsolide Mittelstandsgeschichte und eigentlich wie gemacht für die alte Seydler-Truppe. Doch konnte die nicht mehr stechen. Der französisch-deutsche Verbund, im Corporate Finance nun vom Investmentbanker aus der Schönwetterkapitänsfraktion namens Karl Filbert orchestriert, versagt offensichtlich. Und so konnte Lutz Weiler, Equinet-Gründer und Vorstand, dessen wirtschaftlicher Erfolgsausweis mager aussieht, stechen und Gesco als Bank begleiten. Die Kapitalmaßnahme lief reibungslos durch. Bank und Emittent sind zufrieden, die Investoren später dann, wenn die Aktie läuft. Und Oddo? Wie ich höre, gehen noch weitere Deals direkt zur Konkurrenz am alten Marktführer vorbei. Der König ist tot, es leben die Anderen. Fraglich nun, wer der nächste König im Mittelstandssegment sein wird. Ich würde mal sagen, er kommt nicht aus dem einstigen Frankenreich.

Musterdepot 2016: Plus 36%!

Unser Musterdepot hat das Jahr 2016 mit einem komfortablen Plus von 36 % beendet. Wir sind mit dieser Entwicklung äußerst zufrieden. Das ist eine sehr starke Kursentwicklung in einem schwierigen Börsenjahr. Der DAX hat das Jahr 2016 mit einem Plus von lediglich 7 % beendet und der TecDAX verzeichnete sogar ein kleines Minus. In das neue Jahr ist unser Musterdepot ebenfalls gut gestartet. Wir liegen aktuell per 09. Januar 2017 gut 3 % vorne.

Wir sind derzeit bei Washtec positioniert. Bei dieser Aktie liegen wir mit einem Plus von sage und schreibe 137 % vorne.

ISRA Vision ist ebenfalls im Bestand. Hier können wir ein Kursplus von mehr als 60 % ausweisen. Unsere Neukäufe vom November – ADVA und Stratec – gehören in diesem Jahr zu unseren Favoriten im TecDAX.

Mit unserem derzeitigen Cashbestand von 50 % im Musterdepot fühlen wir uns sehr wohl und warten auf neue Kaufchancen!

Abonnieren Sie die Vorstandswoche noch heute, um von der Performance in unserem Musterdepot in diesem Jahr ebenfalls zu profitieren.